Der Traum: Geflüchteten hier Heimat geben

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Eigener Wohnraum ist ein Schlüssel zum Ankommen. Das ist unsere Überzeugung. Wer mit Hunderten von Menschen in einer Halle lebt, fühlt sich nicht zu Hause. Und er kann sich nicht auf das Erlernen der neuen Sprache, auf sein Studium oder den Bewerbungsprozess konzentrieren. Doch auch das Leben in Wohnheimen erschwert die Integration: Man kann keine deutschen Freunde zu sich nach Hause einladen, wenn man sein Zimmer mit drei anderen teilt.

Unser Traum: 10.000 geflüchteten Menschen dabei unterstützen, eigenen Wohnraum zu finden.

2015 wurden etwa 1000 Wohnungen an Menschen vermittelt, die sich noch im Asylprzess befinden. Dazu noch weitere Wohnungen an anerkannte Flüchtlingen  – hier sind die JobCenter verantwortlich, da liegen uns keine Zahlen vor. In der ersten Hälfte 2016 waren es immerhin schon … Wohnungen für …. Menschen. Gut, aber noch viel zu wenig.

Entbürokratisierung

So gut wir können, kommen wir und andere Initiativen mit Ämtern ins Gespräch. Wir bitten darum, Prozesse, die zu umständlich oder unnötig sind, zu vereinfachen oder abzuschaffen. Bisher konnten wir erreichen, dass Initiativen nun Mietangebote elektronisch einreichen können. Außerdem wurden einige (noch nicht alle) unnötig erschwerende Regelungen vereinfacht oder abgeschafft.

Kooperation

Es ist irgendwie dumm, wenn verschiedene Initiativen das Gleiche machen. Deshalb versuchen wir unsere Kräfte zu bündeln. Die einen kümmern sich um Schulungen, die anderen fokussieren auf die notwendigen Dokumente, auf der Internet-Seite versuchen wir alles zusammenzufassen und so vielen Menschen Zugang zu erleichtern.

Kommunikation

Kommunikation ist das A und O der Wohnraumsuche. Viele Menschen wissen nicht, dass man privaten Wohnraum an Geflüchtete vermieten kann und wie das geht. Wir wollen durch die Internetseite und durch Kampagnen das Wissensloch schließen und möglichst viele Berlinerinnen und Berliner zum Mitmachen bewegen.

Mitmachen

Wenn du mit dazu beitragen willst, dass Geflüchtete nicht über Jahre in Massensilos, äh, Not- oder Gemeinschaftsunterkünften abgeschottet leben, dann mach mit. Mach Platz in deinem Zuhause oder deiner WG und lade einen oder mehrere Menschen ein, mit dir oder euch zu leben. Oder stelle ein Stück deines Gartens für eine Unterkunft zur Verfügung. Oder arbeite bei einer der Inititiativen mit. Oder werde Pate für einen Geflüchteten oder eine Familie und hilf ihnen dabei, eine Wohnung zu finden… Oder hilf beim Umzug und Renovieren. Wenn du selbst Geflüchteter bist und außer deiner Muttersprache noch andere Sprachen z. B. Deutsch oder Englisch sprichst, dann hilf uns als Übersetzer oder Begleiter für die, die neu angekommen sind.

Was auch immer für dich passt – du wirst gebraucht. Und bist herzlich willkommen!

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